CDU will in gute Bildung investieren und nicht neue Schulstrukturen finanzieren

Klares Bekenntnis zu Haupt- und Realschule in Hövelhof

Krollbachschule in Hövelhof
Krollbachschule in Hövelhof
Die CDU Hövelhof ruft die politischen Parteien in der Sennegemeinde zur Mäßigung nach der Vorlage der Anmeldezahlen für die weiterführenden Schulen auf. Alle Parteien loben die nachweislich gute Arbeit, die an der Krollbachschule und der Franz-Stock-Realschule geleistet wird. Gleichzeitig werden diese erfolgreichen Schulen jedoch immer wieder von der SPD, den Grünen und der FDP in Frage gestellt. Fragen über Schulstrukturen eignen sich jedoch nicht für parteipolitische Spielereien. Der Vertreter der SPD hat der Verwaltung zudem im Ausschuss für Bildung und Jugend fehlende Neutralität vorgeworfen. Die CDU weist diese Vorwürfe entschieden zurück „Die Verwaltung hat im Schulausschuss sehr transparent alle Fakten vorgetragen. Sie hat auch alle möglichen Optionen sachgerecht vorgestellt“, so der Vorsitzende der Hövelhofer CDU-Fraktion, Udo Neisens.

Die Schülerzahlen in Hövelhof werden jedoch keine Gesamtschule oder ein Gymnasium darstellen lassen. So weise ein typischer Geburtsjahrgang in Hövelhof zwischen 150 bis 170 Kinder auf. Aus jedem Geburtsjahrgang mindestens 100 Kinder für eine neue Schulform zu gewinnen, sei nach Ansicht der CDU eher unwahrscheinlich. Zudem wäre für eine gymnasiale Oberstufe lediglich ein Minimalangebot an Kursen durchführbar. Eltern, die für ihre Kinder das Abitur wünschten, würden auch zukünftig das Gymnasium bevorzugen. Alleine 2018 sind aus Hövelhof 74 Anmeldungen für ein Gymnasium zu verzeichnen. 
 
Die Eltern der Hövelhofer Viertklässler melden ihre Kinder an insgesamt 13 unterschiedlichen Schulen an. Die Gründe hierfür seien nach Ansicht der CDU vielfältig. Es wird auch in Zukunft nicht die idealtypische Schule geben, die alle Wünsche und Neigungen aller Eltern berücksichtigen wird. Die Eltern nehmen ein Wahlrecht wahr, dass ihnen der Schulkonsens zubillige, auch weil es in Hövelhof noch Angebote von Haupt- und Realschule gibt. Der Blick in benachbarte Kommunen mache deutlich, dass unüberlegtes Handeln Schulangebote gefährden könne. So seien auch in einigen Kommunen Überlegungen getroffen worden, Realschulen als bewährtes Schulkonzept wieder einzuführen.  „Wir müssen auch in Zukunft sicherstellen, ein qualitativ gutes Angebot für weiterführende Schulen vorhalten zu können. Das ist ein wichtiger Standortfaktor. Auch die örtliche Wirtschaft hat diese Forderung zuletzt öffentlich aufgestellt“, so Neisens weiter.  
 
Die Senne-CDU stellt fest, dass Haupt- und Realschule nach wie vor eine hohe Nachfrage finden, die den Bestand beider Schulen langfristig sichere. So würden an der Krollbachschule derzeit 330 Schüler beschult. Allein im Schuljahr 2017/18 hat die Hauptschule nachträglich in den Klassen 6 bis 10 71 Schüler aufgenommen, 16 aus Hövelhof, 37 aus Delbrück, 8 aus anderen Kommunen, 10 in den internationalen Klassen. Darin enthalten sind 6 von Gesamtschulen oder Sekundarschulen. In Klasse 5 werden 10 nachträgliche Anmeldungen erfolgt sein. 
 
Die Realschule hat im aktuellen Schuljahr 38 nachträgliche Aufnahmen in den Klassen 5 bis 10 vorgenommen, davon 17 aus Hövelhof. 18 Schüler haben ihre Schullaufbahn an einem Gymnasium begonnen, 13 auf einer Gesamtschule und 7 sind von anderen Realschulen aufgenommen worden. 
 
Insofern könne ohne Zweifel von einem „Run“ auf die örtlichen Schulangebote gesprochen werden. Eine andauernde und erneute Debatte über Schulsysteme könne jedoch Lehrer, Eltern und Schüler verunsichern. „Statt neue Schulstrukturen zu finanzieren möchten wir lieber in gute Bildung investieren. Schon bald werden wir über das neue Medienausstattungskonzept der Schulen sprechen. WLAN für alle Schüler und Lehrer wird dann kommen“, so Udo Neisens, der die Krollbachschule und die Franz-Stock-Realschule für die Zukunft gut gewappnet sieht. 

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