Malteser-KiTa in Hövelhof: Richtige Entscheidung

KiTa-Plätze bleiben sicher

Auf Anfrage der WV-Redaktion Paderborn hat die Hövelhofer CDU-Fraktion Stellung bezogen und ihre Entscheidungsfindung für das Angebot der Malteser für die neue Kindertagesstätte in Hövelhof begründet.

Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass die Entscheidung zu Gunsten der Malteser als neuer Träger richtig war. Leider sind die Vertragsverhandlungen über das Grundstück an der Delbrücker Straße gescheitert. Das verändert aber nicht die Sichtweise der CDU auf den neuen Träger.

Wir sind zudem sicher, dass schon bald ein neues Grundstück gefunden wird. Bis zur Fertigstellung der neuen KiTa werden die U3-Kinder in der Übergangseinrichtung am Hövelmarkt qualitativ hochwertig betreut werden. Für die Kinder und Eltern ist der gefundene Weg der richtige Weg für unser Hövelhof.

Der Rat der Gemeinde Hövelhof hat in nichtöffentlicher Sitzung am 14. Februar 2019 dem Malteser Hilfsdienst den Zuschlag als neuer Träger für eine neue Kindertagesstätte gegeben. Dem vorangegangen war eine intensive Vorstellung der fünf Konzepte in der Sitzung des Ausschusses für Bildung und Jugend am 24. Januar 2019.
 
Die Sitzung wurde nichtöffentlich durchgeführt, da drei der fünf Konzepte einen Standort anbieten konnten. Grundstücksangelegenheiten sind regelmäßig nach den Bestimmungen der Gemeindeordnung vertraulich zu behandeln. Kein einziges Standortkonzept war zum Zeitpunkt der Entscheidung im Rat bereits baurechtlich genehmigungsreif bzw. vertraglich abgesichert.
 
Für die CDU-Fraktion war die Auswahl nicht einfach. Jedes der Konzepte hatte eindeutige Vorteile. Nach intensiver Abwägung der einzelnen Konzepte hatte die CDU sich für das Konzept der Malteser ausgesprochen. Folgende Gründe  - und nicht nur alleine die pädagogischen Konzepte - haben die CDU in ihrer Entscheidung geleitet:
 
  • Der Malteser Hilfsdienst ist als Organisation in Hövelhof mit einer eigenen Ortsgruppe bekannt, sie unterhält in Hövelhof eine Rettungswache und hat zur Bewältigung der Flüchtlingssituation in Hövelhof ihre Leistungsfähigkeit gezeigt. Zudem stellt sie heute noch den Integrationshelfer für die Flüchtlingsarbeit.
  • Das pädagogische Konzept „Abenteuer helfen“ als Leitmotiv des Malteser Hilfsdienstes war ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber den anderen Konzepten.
  • Die Standortidee der Malteser auf dem Grundstück „Gastro Center“ war die städtebaulich interessanteste Idee.
  • Als einziger Anbieter hatten die Malteser bereits eine konkrete Übergangslösung am Hövelmarkt bis zur Erstellung des neuen Gebäudes angeboten.
Als die Naturschutzstiftung Senne ihr Konzept für einen Waldkindergarten präsentiert hatte, hatte die Stiftung ebenfalls noch keine Erfahrungen im Betrieb eines Kindergartens. Heute ist der Waldkindergarten Hövelhof eine über die Kreisgrenzen hinweg anerkannte Einrichtung.
 
Die Sennegemeinde Hövelhof steht für eine Vielfalt der Träger. Neben den kommunalen Einrichtungen betreiben auch die katholischen Kirchengemeinden und die Naturschutzstiftung Senne Kindergärten in Hövelhof. 
 
Alle nicht-kommunalen Einrichtungen unterstützt die Gemeinde in vielfältiger Art und Weise. Und auch der freie Träger des Waldkindergartens wird durch die Übernahme des Trägeranteils finanziell unterstützt. Die im April beschlossene Garantieerklärung für das erste Anlaufjahr zugunsten der neuen KiTa wäre auch von anderen Anbietern angefragt worden und diesen auch bewilligt worden.
 
Im Ergebnis ist die CDU dankbar, dass fünf starke Trägerangebote sich präsentiert haben. Nur ein Angebot konnte aber angenommen werden. Die Entscheidung fiel allen schwer.
 
Dass die Vertragsverhandlungen zwischen Maltesern und Grundstückseigentümer gescheitert sind, bedauert die CDU. Die CDU ist zuversichtlich, dass hinsichtlich des Standortes schon bald eine neue Lösung gefunden wird. Die Versorgung mit ausreichenden Kindergärtenplätzen ist im Provisorium am Hövelmarkt sichergestellt.
 

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