Glasfaser für Hövelhof

7,9 Mio. EUR sollen bis 2021 in die Infrastruktur investiert werden

Die Anbindung an ein leistungsfähiges Internet ist eine wichtige Zukunftsaufgabe für die Kommunalpolitik. Dazu gehört es auch, heute unterversorgte Gebiete insbesondere im Außenbereich an das Glasfasernetz anzuschließen. Dieses Grundnetz ist ein wichtiger Meilenstein für Hövelhof, so die CDU, die das Thema uneingeschränkt unterstützt.

Mit dem Ratsbeschluss schließt sich die Sennegemeinde dem kreisweiten Förderantrag an, der für unterversorgte Bereiche (unter 30 mBit/S) einen FTTB-Anschluss fördert. Der Kreis Paderborn hat bereits seit dem Jahr 2014 als einer der ersten Kreise einen Masterplan für den Glasfaserausbau erstellt. Dazu sind alle Adresskoordinaten erfasst worden, die eine Versorgung unterhalb der Aufgreifschwelle haben. Bei diesen Adresskoordinaten ist auch in Zukunft nicht zu erwarten, dass Marktteilnehmer wie z. B. die Telekom oder die Deutsche Glasfaser für diese Bereiche einen Glasfaserausbau vorsehen werden.

Udo Neisens, CDU-Fraktionschef und für die Sennegemeinde Mitglied im Aufsichtsrat der Breitband OWL eG setzt sich für die Umsetzung der Maßnahme ein. In der Ratssitzung am 8. November erklärte er "das der Glasfaserausbau Daseinsfürsorge sei. Die Kosten seien hoch, jedoch trage die Gemeinde lediglich 10 % der Kosten und der Bund die restlichen 90 %". 

Manfred Müller, der Landrat des Kreises Paderborn, hat jetzt weitere gute Nachrichten für den geplanten Ausbau mitgeteilt: Der am 15.11. erschienene Leitfaden des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur ebnet den Weg für noch mehr Turbointernet im Kreisgebiet. Bislang förderfähig waren Gebiete bzw. Adresskoordinaten mit einer aktuellen Versorgung von unter 30Mbit/s im Download. Nun dürfen auch Haushalte, die bislang mit Kupferanschluss mit mehr als 30 Mbit/s als versorgt galten, „mitgenommen werden“. Sie dürfen damit schon während der geförderten Baumaßnahmen gleichzeitig ans Glasfasernetz angeschlossen werden. „Der kreisweite Antrag für Glasfaseranschlüsse in den Kommunen wird damit noch effektiver“, ist meine Auffassung. Die erweiterten Förderbestimmungen seien ein weiterer Meilenstein in Richtung einer möglichst vollständigen Versorgung aller Haushalte mit leistungsfähigen Gigabitanschlüssen

Unzufrieden ist die CDU noch mit der gegenwärtigen Versorgung der Mobilfunkbetreiber. Die Verwaltung sei hier jedoch am Ball und setzt sich regelmäßig mit den Betreibern in Verbindung. Ein umfassendes Glasfasernetz ist auch für das Mobilfunknetz der Zukunft - 5G - eine wichtige Basis.

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